Mit Pferdetherapiezentrum Fehmbusch im Gespräch

Was genau ist überhaupt ein Therapiezentrum? Welche Pferde werden behandelt und wie stelle ich mir das vor? 

All diese Fragen und noch mehr beantwortet uns Andrea Engeler-Bading. Auf unserer Plattform findet ihr, unter den Dienstleistungsinseraten, das Therapiezentrum Fehmbusch, geleitet von Andrea Engeler-Bading.

Was genau ist überhaupt ein Therapiezentrum? Welche Pferde werden behandelt und wie stelle ich mir das vor? 

All diese Fragen und noch mehr beantwortet uns Andrea Engeler-Bading. Auf unserer Plattform findet ihr, unter den Dienstleistungsinseraten, das Therapiezentrum Fehmbusch, geleitet von Andrea Engeler-Bading.

Andrea, wie lange leitest du das Therapiezentrum schon? Woher kommen eure Kunden?

Ich leite das Therapiezentrum zusammen mit meinen vier Mitarbeitern seit Sommer 2016, insgesamt also etwas mehr als drei Jahre. Unsere Kunden kommen aus dem gesamten norddeutschen Raum.

 

Was genau ist ein Therapiezentrum? Ist das ähnlich wie eine Klinik?

Ein Therapiezentrum ist als Reha-Einrichtung zu sehen. Es bestehen diverse Möglichkeiten Pferde nach einer Verletzung oder Operation schonend anzutrainieren und wiederaufzubauen. Das kann beispielsweise neben unseren vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten auch durch korrektes Reiten unter dem Sattel erfolgen. Die Dauer der Behandlung kommt dabei ganz individuell auf das Pferd an. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, ein Ergänzungstraining in Anspruch zu nehmen. Was das genau ist, erklärt Andrea im weiteren Verlauf des Interviews.

Welche Arten der Therapie bietet ihr an? 

Wir verfügen über einen Aquatrainer, ein Equine Spa, ein Laufband mit integrierten Vibrationsplatten und eine Führmaschine mit Sandboden. Natürlich bieten wir unseren Kunden auch Leistungen wie Longieren, Reiten oder Schrittführen an. Außerdem bieten wir unseren Kunden weitere Anwendungen an: Magnetfeldtherapie, Physiotherapie, Neuro-Stim, Lasertherapie und auch ausgewiesene Dritte erbrachte Leistungen, wie Akupunktur etc.

Das Laufband enthält einzeln zuschaltbare Vibrationsplatten, ähnlich wie eine Power Plate aus dem Fitnessstudio. Dadurch wird die Tiefenmuskulatur erreicht und trainiert, die Pferde werden animiert mehr abzufußen.

Unser Equine Spa besteht aus 3-4°C gekühltem hoch konzentriertem Salzwasser und ähnelt einem Sprudelbad mit Sauerstoff. Dadurch wird die Lymphaktivität gesteigert. Durch das Equine Spa können akute Erkrankungen bzw. Verletzungen wie Gelenksentzündungen, Bänder- und Sehnenschäden oder Hufrehe schneller heilen. Zudem hilft das Salzwasser bei Wunden oder Mauke. Neben der Regeneration wird der Equine Spa von Kunden auch als Prophylaxe genutzt.

Großes Augenmerk legen wir nach längerer Rekonvaleszenz auch auf das Wiederantrainieren der Pferde unter dem Sattel, vorzugsweise auch mit dem Besitzer. Dies ist ein Teil der „Wiedereingliederung“, sprich des Aufbautrainings.

Wann werden Pferde im Therapiezentrum behandelt?

Wir therapieren Pferde nach Verletzungen oder nach Operationen immer dann, wenn Reha-Leistungen zur Heilung notwendig sind. Außerdem behandeln wir Pferde vorbeugend und stärken Muskulatur oder verbessern die Bewegungsabläufe, um Verletzungen vorzubeugen.

Welche Vorteile bietet Aquatraining?

Vor allem wird die Muskulatur beispielsweise nach Operationen wieder kontrolliert und schonend aufgebaut. Die Pferde können dadurch, anders als z. B. beim Führen an der Hand in der Halle, keine ruckartigen Bewegungen machen, womit die Verletzungsgefahr auf ein Minimum reduziert wird. Durch das Laufen gegen den Wasserwiderstand können Muskeln aufgebaut und das Pferd belastet werden, ohne jedoch den Bänder- und Sehnenapparat zu überlasten.

 

Ganz wichtig: Wir binden die Pferde im Aquatrainer nicht an! In unserem Therapiezentrum wird ein langer Aquatrainer benutzt, in dem sich die Pferde nach vorne orientieren und über den Rücken gehen können. Der Aquatrainer wird auf jedes Pferd individuell eingestellt. Während der Behandlung ist immer jemand aus unserem Team dabei und führt das Pferd an der Hand.

Wie sieht euer Alltag aus?

Neben der morgendlichen Stallarbeit, wie Füttern und Misten, werden die Pferde auf Paddocks oder auf die Weiden gebracht. Jedes Pferd wird passend zu seinem individuellen Behandlungsplan ein- bis zweimal von uns therapiert. Hier arbeiten wir nach gut ausgearbeiteten Tagesplänen. Jeder im Team weiß, was er zu tun hat.

Nachmittags gebe ich für die Besitzer, der zu behandelnden Pferde Reitunterricht, entweder auf ihrem eigenen Pferd oder auf unserer gut ausgebildeten Stute.

Abends werden alle Pferde wieder in den Stall geholt, gefüttert und nach einem letzten Hofrundgang habe ich Feierabend.

Welches Alter haben die Pferde in der Regel?

Im Prinzip finden sich Pferde allen Alters im Therapiezentrum. Junge Pferde unter drei Jahren sind jedoch selten. Hauptsächlich erstreckt sich das Alter von 5-12 Jahren, wobei ein Ende des Alters schwer einzugrenzen ist.

Können auch gesunde Pferde therapiert werden? Wenn ja, wieso ist das sinnvoll?

Gesunde Pferde werden nicht therapiert, sondern ergänzend trainiert. Das kann beispielsweise in Form von zwei bis dreimaligen Besuch des Aquatrainers oder Equine Spas erfolgen, als Trainingsergänzung oder um Bänder und Sehen zu stärken.

Arbeitet ihr immer mit Tierärzten zusammen?

Ja, das tun wir immer – außer bei gesunden Pferden. Wir erstellen, zusammen mit den Tierärzten, ein auf das Pferd abgestimmtes Trainingsprogramm und erfragen, welche Risiken bei diesem speziellen Patienten bestehen.

Welches war das schönste Therapieerlebnis? Gab es „hoffnungslose“ Krankheitsfälle, die doch noch gesund wurden?

Da gibt es einige. Besonders faszinierend ist für mich jedoch immer wieder die Einwirkung des Reitersitzes. Sitzt der Reiter zu sehr hinter der Senkrechten und im Hohlkreuz, gibt es eine Fehlbelastung, da das Pferd den Rücken nicht korrekt loslassen kann. Folgeschäden können somit im Rücken oder Trageapparat entstehen.

 

An ein Pferd erinnere ich mich noch sehr gut – kurz nach der Behandlung traten die alten Probleme wieder auf. Wir analysierten das Pferd und den Reiter gemeinsam im Training und konnten so ein Konzept erarbeiten, was das Pferd langfristig gesund halten wird. Das beinhaltete die Korrektur des Reitersitzes, Sattelanpassung, Anpassung des Beschlages, wie auch ein dem Pferd und seinen Gegebenheiten angepasstes Training. So konnten wir dieses Pferd langfristig gesund bekommen. Heute wird es auch wieder erfolgreich im Sport eingesetzt.

Besonders schön ist es, ein langfristiges Gesamtkonzept mit Pferd und Reiter zu entwickeln, in dem man alles ganzheitlich angeht. Daher ist es auch so wichtig, dass wir die Möglichkeit für Reitunterricht anbieten.

Besonders schön ist es, ein langfristiges Gesamtkonzept mit Pferd und Reiter zu entwickeln, in dem man alles ganzheitlich angeht. Daher ist es auch so wichtig, dass wir die Möglichkeit für Reitunterricht anbieten.

Vielen Dank an das Therapiezentrum Fehmbusch von Andrea Engeler-Bading.

 

Andrea Engeler-Bading

Luhmühlen

21376 Salzhausen (Niedersachsen)

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